Name:
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ritva
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Message: 7.Feb 2003
Sali zäme; lieber Bo, liebe Colette,
da ich mit meiner aktuellen Frage, noch bevor du lieber Bo dazugekommen bist darauf einzugehen, bereits bei dir lieber
Colette schon auf Resonanz gestossen bin - möchte ich alle diejenigen, von denen ich weiss, dass sie diese Rubrik fleissig lesen, nicht im Ungewissen lassen.
Ich hätte dir, lieber Colette auch persönlich geschrieben, aber da mich diese Idee von diesem Buch derart fasziniert hat, möchte ich sie gerne allen Interessierten vorstellen.
Das Buch, von dem ich sprach, heisst: "Das Wunder der Unschuld" von Catherine Ryan Hyde, wobei ich finde, dass der englische Originaltitel passender wäre, nämlich: "pay it forward"
Liebe Colette, ich möchte dir gerne sagen, dass deine Meinung, vielen Menschen immer wieder eine kleine Freude zu machen, sicherlich sehr lieb gemeint und ehrenhaft ist (allerdings, warum sollte man sich selbst damit eine Freude machen? - es sollte doch für andere gelten?)
Derlei Dinge erachte ich im übrigen für selbstverständlich ... auch geht es in diesem Buch nicht darum, dass man einem Anderen vielleicht die Pfandgebühr für den Einkaufswagen überlässt (wobei! Hand aufs Herz: wer macht das???) Sondern es geht darum, etwas zu tun, was wirklich ein Opfer von Einem verlangt.
Um es besser zu verdeutlichen hier ein kleiner Auszug aus den ersten Seiten, der vielleicht absolut abwegig und utopisch erscheinen mag - aber es ist ja nur mal eine Idee?:
.... vor etwa einer Woche würgte ich auf einer belebten Kreuzung meinen Wagen ab und konnte ihn nicht wieder in Gang bringen, so oft ich es auch versuchte. Es war mitten in der Rush-Hour und ich glaubte, ich hatte es eilig. Ich glaubte, ich hätte etwas Wichtiges zu tun, das nicht warten konnte. Und so stand ich mitten auf der Kreuzung und warf einen Blick unter die Motorhaube, was ein völig sinnloser Versuch war, denn ich kann gar keine Autos reparieren. Was glaubte ich denn dort zu entdecken?
Ich hatte schon damit gerechnet. Es war ein alter Wagen. Er war so gut wie hinüber. Ein Mann trat von hinten an mich heran, ein Fremder. "Schaffen wir ihn an den Strassenrand", sagte er. "Ich helfe Ihnen schieben". Als wir ihn - und uns selbst- in Sicherheit gebracht hatten, reichte er mir die Schlüssel zu seinem Wagen. Ein hübscher, silberner Acura, keine zwei Jahre alt. "Sie können meinen haben",sagte er. "Wir tauschen" Er gab mir den Wagen nicht als Leihgabe. Er gab ihn mir als Geschenk. Er schrieb sich meine Adresse auf, um mir den Fahrzeugbrief schicken zu können. Und er hat mir den Fahrzeugbrief geschickt; er ist heute angekommen."In letzter Zeit habe ich jede Menge Grosszügigkeit erfahren" hiess es auf der beigefügten Notiz, "daher dachte ich , ich könnte Ihren alten Wagen nehmen und in Zahlung geben. Ich kann mir leicht einen neuen leisten, warum sollte ich also nicht ebenso grosszügig geben, wie ich empfangen habe?" .....
Allen denjenigen, denen diese Sätze ebenso Eindruck machen, wie mir, wünsche ich viel Freude beim eventuellen Lesen des Buches, oder gar beim "Ausprobieren" ???
Herzliche Grüsse an Euch alle.
Ritva
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