Bo Katzman - Die Seite für den Fan

Stefanie Brühlmann

Benefizkonzert in Aesch BL

 

Am Freitag, 11. April 2003, fand in Aesch BL das Bo Katzman Chor Benefizkonzert statt. Die katholische Kirche in Aesch feierte ihr 200 jähriges Jubiläum mit verschiedenen Anlässen und Feierlichkeiten und eine davon sollte das Benefizkonzert des Bo Katzman Chors sein. Die Eintrittsgelder wurden zu einer Hälfte der Kirche übergeben zur Unterstützung der eigenen Hilfswerke und Projekte, der andere Betrag ging an Dr Beat Richner’s (Beatocello) Kinderspital in Kambodscha.

 

Die Kirche füllte sich sehr schnell und fast pünktlich, also um 20.05 Uhr, wurden wir durch einen Vorsteher der Kirchgemeinde begrüsst. Er bedankte sich schon jetzt bei allen Beteiligten für ihren unentgeltlichen Einsatz, was vom Publikum mit Applaus quittiert wurde. Und dann sollte es auch schon losgehen. Die Band kam rein, setzte sich hinter ihre Instrumente und begann mit einem Intro, welches sich am Schluss zu ‚Oh Happy Day’ entwickelte. Die Chormitglieder füllten die improvisierte Bühne im hinteren Bereich langsam auf und Bo liess ebenfalls nicht lange auf sich warten. Nach diesem geglückten Start begrüsste auch Bo ganz herzlich sein Publikum und meinte, dass dies hier ein idealer Anlass wäre, um die Welt ein bisschen zu verbessern für eine besser Zukunft. Anschliessend sangen er und sein Chor ‚Moonlight’, gefolgt von ‚When the Night has gone  mit dem Hinweis, dass wenn uns Sorgen plagen oder es uns schlecht geht, dass wenn wir Licht in unser Herzen lassen, dann alles schon viel weniger schlimm aussehen wird.

 

Mit dem Hinweis, dass wir in unserem Leben sehr viele verschiedenen Möglichkeiten haben und mit der Geschichte vom ‚Fangeisen’ – hier zeigte uns Bo zuerst den Ringfinger, meinte dann, jetzt hätte er fast den falschen Finger genommen und machte die ‚Stinke Finger’ Pose und wechselte anschliessend wieder zum Ringfinger – wussten wir, dass nun wohl der Song vom Freudentag ‚Glory Day’ folgen würde. Nun wurden wir gefragt, wer denn wohl der bekannteste Lastwagenfahrer aller Zeiten war und es folgte der sehr schöne und rassige Gospel von Elvis A. Presley ‚Working on the Building’. Wie auch während der ganzen Mystery Moon Tour erzählte uns Bo anschliessend die Geschichte vom ‚Ängu’ und Florian Ast. Plötzlich meinte Bo allerdings, dass er in der Garderobe sein Tuch um sich den Schweiss abzuputzen vergessen hätte, ob ihm wohl jemand eines ausleihen könnte. Der liebe Fredi vom Chor war schnell zur Stelle und überliess ihm sein gebügeltes Stofftaschentuch, welches von Bo dann immer wieder benutzt wurde. Nach ‚Didn’t Old Pharao’ folgte die Geschichte der letztjährigen Jubiläen wie 15 Jahre Bo Katzman Chor und 10. Schweizer Tour und natürlich wurden die alten Songs wie ‚Mañana’, ‚Banana Boat Song’, ‚Je ne regrette Rien’ und Mozarts Kanon (Köchelverzeichnis Nr. 197) genauso frenetisch aufgenommen wie das allseits bekannte ‚Guantanamera’.

 

Während der Tour folgte anschliessend immer eine Pause, dieses Mal sollte es jedoch keine Pause geben, das Benefizkonzert wurde am Stück ohne Unterbruch abgehalten. Es folgte eines von Bo’s Lieblingslieder – nur so kann ich mir erklären, dass er das immer wieder singt! – ‚Kinder dieser Welt’, das er logischerweise den Kindern im Publikum widmete. Nach der Erzählung, dass nun musikalisch ein Schritt zurückgegangen wird in die Sklavenzeit und dem Hinweis, dass für die Sklaven der Tod eine Erlösung, ein Uebertritt in eine bessere Welt darstellte, meinte Bo, dass nun ein etwas modernes Lied wie ‚Operator’ sowie der klassische Negro Spiritual ‚Swing Low Sweet Chariot’ folgen würden. Nach der Tonanstimmung mit dem Chor drehte sich Bo jedoch nochmals zu uns rum, denn er wollte noch darauf hinweisen, dass dies keine traurigen Songs seien, auch wenn sie vom Tod handeln, nein, es seien sogar sehr fröhliche Lieder, weil ja eben der Tod als Erlösung angeschaut wurde. Ohne weitere Erläuterungen wurden wir mit dem Song ‚Jesus Is A Soulman“ beglückt.

 

Die ‚Glöggli-Nummer’ wurde dieses Mal für eines unserer jüngsten Clubmitglieder, nämlich für Etienne Woodtli aus Worben, zu einem speziellen Erlebnis. Er war einer der Auserwählten, die Bo mittels hellseherischen Fähigkeiten bestimmte. Zugleich stolz und unendlich nervös stand er neben Bo auf der Bühne und machte seine Sache mit den Glocken ganz gut. Aber auch Etienne war wohl froh, als der Song ‚I will follow him  vom Chor und den auserwählten nonnenähnlichen Sängerinnen gesungen wurde.

 

Fetzig ging’s weiter mit ‚Rock my Soul’, das ohne Uebergang in ‚Joy to the World’ rüber ging. Anschliessend folgten die Cheque-Uebergaben und die Hinweise, wofür das anlässlich des Konzertabends gesammelte Geld verwendet würde. Als Abschluss beglückte uns Bo nochmals mit dem gleichen Lied, mit welchem das Konzert schon begonnen wurde, nämlich mit ‚Oh Happy Day’ und der definitiv letzte Song war, wie könnte es anders sein, ‚Amen’. Ein schönes Konzert ging damit zu Ende.

 

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