Bo Katzman - Die Seite für den Fan
„Mystery Moon“ vom 17. Januar 03 in Bern
oder: Wie man am Schnellsten dem Alltag den Rücken kehrt.....
Und wieder, wie schon beim Dezember-Konzert, strahlt der „Mystery Moon“ voll vom Himmel. Ein wunderbares und passendes Bild, welches für Manuela und mich schlichtweg das bekannte „Tüpfli auf dem i“ ist.
Wir sind schon früh im Kursaal, treffen uns mit Many, ihrer Mutter und Tante, mit Woodtli’s und auch Stefanie trudelt etwas später ein. Während dem gemeinsamen Nachtessen haben wir schön Zeit, um uns über dieses und jenes und natürlich auch über die Mystery Moon Tour zu unterhalten. Dies lässt sofort ein Zusammengehörigkeitsgefühl aufsteigen und der Alltag rückt bereits in weite Ferne.....
Kurz nach Türöffnung sind wir im Foyer und sichten Edgar. Bei der Begrüssung meint er zu Manuela und mir, dass ja ein Teil der Familie fehle. Ja Edgar, dies bringt mich jetzt gleich auf eine Idee: Lanciere doch einen Familienpass......Der Dank unseres Portemonnaies ist dir sicher!
Nun sitzen wir an unserm Tisch und finden es ganz spannend, was die Leute zu werweissen haben. „Was macht denn dieser Vorhang auf der Bühne?“ Mein Sitznachbar will von mir wissen, ob das stimme, dass da Leute auf die Bühne gehen können. (He, Sie, sieht man mir an, dass ich über dieses Konzert bereits Bescheid weiss??) -- Ich antworte ihm „Ja das stimmt, aber lassen sie sich überraschen....“ Er bohrt aber weiter und will wissen, ob die vorderste Reihe drankäme, also er wolle das lieber nicht....
Ich sage ihm: „Nein nein, keine Angst, aus der vordersten Reihe kommt bestimmt niemand dran.“ Er: „Sicher nöd? Wie wird denn dann ausgewählt?“ Ich: „ Also das verrate ich doch nicht, das wäre ja keine Ueberraschung mehr, das ist etwas ganz Spezielles.....“
Nun gibt er Ruhe und es dauert nicht lange, da setzt sich Barbara Frick an unsern Tisch.
„Hoi Barbara, hat es dir nichts ausgemacht, dein „Firmenessen“ schon zu verlassen?“ „Phuuu wo denkst du hin! Das Konzert lasse ich mir doch nicht entgehen, das ist mir heilig!“
Endlich wird’s dunkel im Kursaal und ich freue mich riesig auf den Auftakt! Dieses mystische „Mystery Moon“- Intro, das so herrlich lange dauert (und trotzdem zu kurz ist), bis alle Mitwirkenden auf der Bühne sind, ist einfach genial. Wie der Vorhang fällt und die Leute lachend oder mit einem ohhhh...... Bo „am Himmel“ erblicken, ist ihm der erste Applaus sicher. Das schönste romantisch-spirituelle Lied singend schwebt er herunter. Er? Für Hunderte ist der Mann auf dem Riitiseili Bo Katzman, für viele Bo, für einige Freund Bo, für ein paar wenige der Licht- und Liebe verbreitende „Aengu uf Aerde“.
Der Konzertverlauf klappt problemlos. Das Publikum kommt schnell in Fahrt und es herrscht eine sehr gute Stimmung. Oft wird frenetisch geklatscht, sei’s für ein Lied oder Bo‘s Worte, speziell für den Chor oder die Soloeinlagen der Bandmitglieder. Die Sunnesäli-Lieder entfesseln das Publikum geradezu, es wird gepfiffen, geschrien und geklatscht was das Zeug hält.
Die Hellsehernummer nach der Pause wird zum Renner. Alles klappt, alle vier Aufgerufenen melden sich. Und als der fünfte nicht antwortet und Bo das Blatt in die Hand nimmt und sagt, dieser Name stehe aber auf seinem Zettel, erfüllt ein Riesengelächter diesen Saal. Der Gag ist voll gelungen!
Er bittet die vier Auserwählten auf die Bühne und fragt sie nach den Namen. Es sind zwei Heinz dabei und diese beiden werden von Bo gleich als Heinzelmännchen bezeichnet. Die Dame in der weissen Bluse wird zum Schneewittchen und die junge Frau daneben zum Dornröschen. So wird die Arena kurzerhand zu einer Märchenbühne.....Bo erkundigt sich auch nach dem Wohnort. Die Frauen kommen aus Langnau und Oberdiessbach, die Männer aus „Jegischtorf“ (Jegenstorf ) und Belp. Da spricht Bo auch gleich „seine Kollegen“ an und singt kurz „Bäupmoos, Bäupmoos“ ....und meint, da sei doch ein Flugplatz. Jawoll so ist es. Nun fragt er ins Publikum, ob eigentlich auch Berner hier seien. Ja! Ganze fünf Hände gehen hoch....Es sind wohl viele irritiert, ob er jetzt nur Stadtberner meine. Aber klar doch, ist doch logisch, wie‘s gemeint war.
Die Glögglinummer wird nun zum Riesengelächter! Hochkonzentriert stehen alle auf der Bühne, aber Heinz aus Jegischtorf bringt es einfach nicht fertig, genau anzufangen, geschweige denn, wieder aufzuhören. Er glöggelet wie wild und Bo meint nur: Ja, är git alles!! Nun muss ihm Bo jedesmal bei der Berührung ein „jetzt“ oder eben „ufhöre“ einflüstern. So klappt’s für Heinz wenigstens einigermassen. Ein Riesenapplaus wird diesen vier „Kandidaten“ spendiert.
Das Konzert nimmt wiederum seinen gewohnten Lauf und ist nur allzuschnell vorbei. Als Zugabe kommen wir in den Genuss von Gotthard’s „Heaven“ und den Schlusspunkt setzen wie immer „O Happy Day“ und „Amen“. Unter tosendem Applaus werden alle verabschiedet, leider aber erheben sich nur wenige von den Stühlen. (Es ist aber auch gar eng).
Wir bleiben noch eine Weile sitzen, bis sich das Volk verzogen hat, nutzen die Zeit, um uns über dieses Konzert zu unterhalten. Unsere Kritik ist natürlich positiv. Ist eigentlich logisch! So, jetzt aber zu Bo an den Autogrammstand, sonst fährt Manuela und mir womöglich der letzte Bus vor der Nase weg.
Einmal mehr werden wir alle herzlich empfangen und mit Autogrammwünsche erfüllen, Geschenke entgegennehmen und „fötele“ braucht Bo wieder viel Zeit für uns.
„Mystery Moon“ ist zu Ende.....das Adieu-Sagen fällt fast ein bisschen schwer.....
Danke Bo, Chor, Band und an alle Helfer für diese eindrücklichen und wunderbaren Konzerterlebnisse! Schiesst auch auf der nächsten Tour eure Pfeile ab, die uns mitten in die Seele treffen und unser Herz erfreuen!
Ruth Rohrer
Kursaal Bern 17.01.2003
Fotos / Copyright by Stefanie Brühlmann