Bo Katzman - Die Seite für den Fan
Für alle Freunde und alle Verfechter, hier die Molly Malone-Geschichte 'en bloc' in ungekürzter Form:
Es war ein schöner Sommertag. Draussen war es schwül und heiss. Bo Katzman sass alleine zu Hause in seinem unterirdischen Studio und brütete über einem neuen Song. Die Zeit drängte, denn es waren nur noch wenige Wochen, bis die Aufnahmen der neuen CD beginnen sollten. Würde er rechtzeitig fertig werden? Wahrscheinlich müsste er, wie so oft, noch die eine oder andere Nachtschicht einlegen, damit seine Fans nicht enttäuscht würden. Doch der Katzenmann war zuversichtlich. Schliesslich ist er den Termindruck gewohnt - produziert er doch jährlich eine neue CD und dieses Jahr bereits zum 10. Mal! Was sollte er sich da also grosse Sorgen machen?!
Versunken in seine Musiknoten hörte Bo im Haus ein Klirren. Was war das? 'Sind etwa Einbrecher im Haus?' schiesst es ihm durch den Kopf. Mutig packte er eine seiner Gitarren als Waffe, steigt die Treppen hoch ins Haus und schaut sich in seinem Wohnzimmer um. Nichts Verdächtiges konnte er entdecken - da schon wieder... ein Klirren. Es kam aus der Küche. Der Katzenmann fasst sich ein Herz und stürmt in die Küche. Ein Einbrecher machte sich gerade daran, ihn mit einer Tasse zu bewerfen. 'Autsch', das tat weh, die Tasse traf Bo Katzman hinterrücks am Kopf. Plötzlich hörte er nur noch die Vögel zwitschern und dann wurde es auch schon schwarz um ihn herum.
Als er wieder zu sich kam, wusste er zuerst gar nicht, was überhaupt passiert war. Benommen sah er sich in seiner Küche um und schaute auf einen grossen Scherbenhaufen. Kann es wirklich sein, dass sich Einbrecher an seiner Küche vergriffen hatten? Was hatten sie hier nur gesucht? Kaffee, Zucker, Mehl... ?? Langsam erinnerte er sich, was passiert war. 'Scherben bringen Glück' dachte Bo in seiner positiven Art und begann damit, das Chaos aufzuräumen. Nachdem er die Scherben zusammen gewischt und den Boden aufgenommen hatte, trafen auch schon seine Frau Marianne und das Töchterchen Ronja ein. Immer noch etwas benommen erzählte der Katzenmann seinen Liebsten was ihm am Nachmittag widerfahren war. Plötzlich kam ihm in den Sinn, dass er ja eigentlich unbedingt noch die Songs für die neue CD fertig stellen musste, also drückte er den Frauen in seinem Leben einen Kuss auf die Wangen und verabschiedete sich, um in die Gewölbe unter seinem Haus, in sein Studio, zurückzukehren.
Als er die Treppe hinunter stieg, stockte ihm der Atem. Ueberall lagen Zettel verstreut auf dem Boden - es herrschte ein heilloses Chaos. Langsam bereitete sich bei Bo Katzman ein Gefühl aus, das im Volksmund PANIK genannt wird. Konnte es sein, dass die Einbrecher gar nichts in seinem Haus gesucht hatten, sondern dass die Küchengeschichte ein perfekt inszeniertes Ablenkungsmanöver war, um in sein Heiligtum, sein Studio, einzubrechen? Eine Horrorvorstellung für den immer gut aufgelegten Musiker. Mit einer Gänsehaut und blankem Entsetzen im Gesicht, trat er ins Studiozimmer ein und dachte, ihn treffe der Schlag. Sein MacIntosh mit allen Songaufzeichnungen war weg!!! Die Arbeit der letzten Monate - einfach nicht mehr da! Ihm stockte das Blut und langsam wählte er von seinem Nokia Natel aus die Nummer der Polizei. Wird der Katzenmann wieder zu seinem MacIntosh und somit auch zu seinen Songaufzeichnungen kommen?
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Die Polizei traf innert Minuten mit Blaulicht im Hause Katzman ein, schliesslich war der Katzenmann in seiner Wohngemeinde eine bekannte Persönlichkeit, die man nicht gerne warten liess. Auch die Spurensicherung war rasend schnell anwesend und begann ihre Arbeit im Studio und in der Küche. Zwischenzeitlich hatte sich Bo mit ein paar Meditationsübungen wieder gefasst und bei seiner Familie im Wohnzimmer Platz genommen. Immer wieder schüttelte er den Kopf und fragte sich, wie das überhaupt passieren konnte - ausgerechnet ihm! Ausgerechnet jetzt! Die Arbeit der letzten Monate, einfach alles weg!
Plötzlich hörte Bo Katzman ein leises 'Tap Tap'. Er schaute vom Sofa auf und erblickte die Katze Rocky seines Nachbarn, die vor seiner Balkontüre stand. Wie immer liess er das Tier zu sich hinein, denn die Katze ging auch im Haus des Katzenmanns ein und aus, fühlte sich hier genauso heimisch wie bei sich zu Hause. Bo nahm Rocky auf den Arm und streichelte ihn innig. Nach wie vor kam ihm die ganze Situation wie ein schlechter Traum vor. Konnte es wirklich sein, dass er träumte? Er bat Marianne, ihn zu kneifen, doch der Schmerz war leider real, also wusste er, es war kein Traum. Erneut brach eine Welt für den immer aufgestellten Musiker zusammen. Der Whisky-Liebhaber genehmigte sich darauf einen doppelten Whisky on the Rocks, den hatte er jetzt verdient.
Währenddessen war die Polizei nach wie vor im Hause und mit der Spurensicherung beschäftigt. Die Nachricht vom Einbruch bei den Katzmans machte im Dorf sehr schnell die Runde und erste Schaulustige versammelten sich vor dem Eigenheim des Katzenmanns. In erster Linie waren es natürlich Kinder, die von ihren Eltern zum Wundern losgeschickt worden waren. Aber weder Bo noch seine Familie hatten Lust, sich auch nur mit irgend jemandem zu unterhalten. Also wurden Türen und Fenster geschlossen und man wollte einfach ungestört sein und seine Ruhe haben. Marianne hatte zwischenzeitlich für die Männer der Spurensicherung und ihre Familie ein kleines Abendessen vorbereitet, aber von der Familie Katzman hatte eigentlich niemand Hunger. Bo wohl am allerwenigsten, ihm war der Hunger gründlich vergangen! Ihn quälten die Gedanken an den Verlust des MacIntoshs. Würde er dieses Jahr trotzdem pünktlich eine CD veröffentlichen können? Naja, er wusste, dass er 'In Love with his MacIntoshs' war, trotzdem, gewisse Zweifel blieben in seinem Gedächtnis heften.
Da erschien plötzlich vor dem Katzenmann ein 'Blue Prince'. Nein, halt, er phantasierte, es war kein blauer Prinz sondern ein Polizist in blauer Uniform. Der Polizist war ziemlich aufgeregt, denn 'in the Jungle' des Studios hatte man ein paar heisse Spuren entdeckt. Bo hörte nur noch jemanden sagen 'Follow me' und schon folgte er dem Polizisten ins Chaos seines Heiligtums. Da! Tatsächlich, es gab ein paar Abdrücke von einer Katze und zusätzlich noch ein paar Fingerabdrücke von einem wohl ziemlich unvorsichtigen Dieb! Die Abdrücke der Katzenpfoten liessen ziemlich schnell den Verdacht auf Rocky fallen. Und wer war der Besitzer von Rocky? Genau, Bo Katzman's Nachbar: sein Freund und Manager! Hatte der Manager etwa etwas mit diesem Einbruch zu tun? Wurde Bo von seinem besten Freund bestohlen? Die Situation sah nicht sehr gut aus für seinen Nachbarn, aber Bo würde für diesen die Hand ins Feuer legen. Wer könnte also den Einbruch begannen haben? Wann wird Bo seine Aufzeichnungen wieder bekommen?
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Ziemlich schnell wurden die Nachbarn von Bo Katzman befragt. Die ganze Familie hatte jedoch ein Alibi, denn sie waren am Nachmittag gemeinsam im Kino, um sich die Vorpremiere des neuen Disney Films 'Lilo & Stitch' anzusehen. Natürlich waren sie noch im Hula- und Hawaii-Fieber und konnten sich gar nicht vorstellen, was dem Katzenmann passiert war. Nervös fuhr sich das Oberhaupt der Familie Lehmann, der Manager, durchs etwas längere Haar und zündete sich eine Zigarette an. Auch er dachte, das kann doch nicht wahr sein. Die Vorbereitungen für die neue CD und die neue Tour waren in vollem Gange und jetzt das! Ein Rückschlag der herberen Art. Wird die Tournee termingerecht starten und durchgeführt werden können? Der Manager war nicht mehr zu halten, er musste unverzüglich in sein Büro im Nachbarort, um sich dort ein Bild zu machen, wie wohl ein möglicher Schaden am besten begrenzt werden könnte. In seinem Mercedes brauste er ab.
Im Büro angekommen setzte er sich zuerst einmal hin, um sich fassen zu können und anschliessend setzte Lehmann einen beruhigenden Kamillen-Pfefferminztee an. Natürlich kannte er auch noch andere Methoden, um sich zu entspannen, aber hier bei der Arbeit wollte er darauf verzichten und nur langsam einen Tee schlürfen und sich überlegen, wie er und sein bester Freund, der Katzenmann, jetzt am besten vorgehen sollten. Bildlich stellte sich der Manager vor, was passiert war, einfach alles so, wie man's ihm erzählt hatte. Auch ihn beschlich ein ungutes Gefühl, denn dieses Jahr war ja die Jubiläumstournee angesagt, anlässlich des 10 Jahr-Bühnenjubiläums des Bo Katzman Chors. Die Stars der Schweizer Musikszene, welche als Duettpartner von Bo bei der bevorstehenden CD-Produktion hätten singen sollen, waren bereits eingeladen worden, eine Verschiebung dieser aller Daten schien ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Was sollte er also tun?! Jetzt hiess es einfach eine kühlen Kopf zu bewahren und nicht falsch zu reagieren.
Da der Manager es im Büro nicht mehr länger aushielt, setzte er sich wieder in sein Auto und fuhr zurück. Die Familien Lehmann und Katzman hatten sich entschieden, den Abend gemeinsam im Hause Lehmann zu verbringen, damit nicht jemand plötzlich in ein schwarzes Loch fallen könnte. Bei einem feinen Glas Cabernet Sauvignon sassen die Erwachsenen am Tisch und diskutierten, was nun alles gemacht oder nicht gemacht werden sollte. Die Kids spielten zusammen ein Computergame, wobei Ronja ziemlich schnell die Führung übernahm. Die Kinder waren sich über die Tragweite des Computerverlusts des Katzenmannes überhaupt nicht bewusst, was natürlich auch besser so war.
Die Spurensicherung hatte ihre Arbeit abgeschlossen. Leider gab's nicht viel Brauchbares, denn die Abdrücke einer Hauskatze waren nicht sehr viel Wert in einem offen stehenden Hause. Die Polizisten verabschiedeten sich mit dem Hinweis, der Katzenmann solle es doch einfach 'beausitive' sehen, denn Einbrüche würden in der Regel fast alle aufgeklärt werden. Es war also alles eine Sache der Zeit! Nur genau das war es, dass der Chorleiter nicht hatte: ZEIT! Seit Wochen war er in Zeitnot und jetzt sollte er plötzlich einfach nur noch zuwarten? Der Gedanke machte ihn rasend... Was gab's denn jetzt für Alternativen? Wie soll er die nächsten Tage verbringen?
Ziemlich müde und erledigt verabschiedeten sich die Katzmans von den Lehmanns und kehrten in ihr Eigenheim zurück! Alle sanken entnervt ins Bett und schliefen sofort tief und fest ein, nur nicht die zwei Männer der Häuser: der Katzenmann und der Manager, sie wälzten sich unabhängig voneinander in ihren Betten und fanden einfach keinen Schlaf. Zu sehr beschäftigte sie der Verlust des geliebten MacIntoshs. Werden die zwei Männer schon bald wieder zum Schlafen kommen? Wann wird die Polizei den Einbruch aufklären?
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Am anderen Morgen schien erneut die Sonne. Sowohl der Katzenmann wie auch der Manager hatten ein paar wenige Stunden geschlafen. Sie hatten sich mehr im Bett gewälzt als geschlafen, aber schlussendlich sind beide doch noch eingeschlafen. Bo hatte einen verwirrenden Traum. Er hatte geträumt, dass er Teil eines Spiels geworden war, das er selber nicht kontrollieren und beeinflussen konnte. Dieser Traum machte ihm etwas Angst, denn seit Jahren führte er ein Traumtagebuch und wusste, wie er diesen Traum zu deuten hatte. Konnte es wirklich sein, dass jemand ein makaberes Spiel mit ihm trieb? Dieser Gedanke gefiel ihm überhaupt nicht. Er bevorzugte es, wenn er die Situation resp. alles in seinem Leben im Griff hatte. Nachdem der Katzenmann seine 5 Tibeter gemacht und kurz gefrühstückt hatte, hielt er es in seinem Haus nicht mehr aus. Ohne seinen MacIntosh konnte er nicht mehr arbeiten, also fuhr er zum Rheinhafen in der Nähe und wollte den Tag auf seinem Kabinenboot auf dem Rhein verbringen. Wenn Bo Katzman irgendwo abschalten und entspannen konnte, dann wenn er als Kapitän auf seinem Boot den Rhein rauf und runter scheppern konnte. Vom Boot aus rief er noch Edgar Lehmann an und erzählte ihm von seinem Traum.
Dem Manager ging es nicht viel besser. Er hatte eine innere Unruhe in sich und wusste nach wie vor nicht, wie er diese Situation meistern sollte. Nachdem er geduscht und gefrühstückt hatte, machte er sich erneut auf den Weg in sein Büro, denn die Arbeit musste ja weiter erledigt werden. Er konnte sich jetzt nicht einfach gehen lassen, sondern musste sich weiterhin um die Geschäfte seiner Künstleragentur kümmern. Als er in seinem PC die Mails durchging, da stockte ihm plötzlich der Atem. Er hatte ein anonymes Mail bekommen mit dem Absender 'the Game'. Konnte es sein, dass sein Freund recht hatte, dass es sich bei dieser Mac-Entwendung tatsächlich um ein komisches Spiel handelte? Aber wie würde das Spiel wohl weitergehen? Dass er das nicht wusste, beunruhigte ihn ebenfalls sehr. Das Email selber war nicht gross brauchbar. Es hiess nur, er und der Katzenmann sollten in 3 Tagen an einen bestimmten Ort kommen, dort würden weitere Instruktionen folgen. Nervös zündete sich der Manager eine weitere Zigarette an. An diesem Morgen hatte er weit mehr geraucht als durchschnittlich üblich. Aber in solch einer Situation hatte er sich auch noch nie befunden - wie sollte er also reagieren?
Währenddessen machte es sich Bo auf seinem Schiff gemütlich. Als Kapitän war er in seinem Element und da noch keine Ferienzeit war, gab es auch nicht viel Verkehr auf dem Rhein. Er konnte also tun und lassen, was er wollte. Im Elsass machte er einen kurzen Halt und ass zum Mittagessen einen Flammkuchen. Trotz der ausgelassenen Stimmung war der Katzenmann nervlich angespannt. Eigentlich hätte er sich einen solchen Freitag auf dem Boot momentan überhaupt nicht leisten können, denn der Zeitdruck war immens - die neue CD musste demnächst produziert werden. Da endlich, Bo hörte die 'Ode an die Freude' und bemerkte, dass sein Natel klingelte. Wer konnte das sein? Sein Manager? Seine Frau? Die Diebe? Es war der Manager Lehmann, welcher ihm über das komische Mail berichten wollte. Der einzige Inhalt der elektronischen Mitteilung war: 'Kommen Sie in 3 Tagen ins Neue Tabourettli', dort werden Sie weitere Informationen erhalten'. Natürlich wusste auch der Katzenmann nicht, was er von dieser Nachricht halten sollte, doch was hatten die zwei Männer für eine andere Wahl, als sich auf dieses bizarre Spiel einzulassen? Das Leben musste weitergehen und die Musikaufnahmen, Noten und Einstellungen mussten so bald wie möglich gefunden werden! Wann wird das wohl der Fall sein? Werden die Männer im Neuen Tabourettli mehr erfahren?
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Zwei Tage später fahren Bo und sein Manager zum neuen Tabourettli. Ein mulmiges Gefühl haben Beide im Bauch. Was wird sie erwarten? Wer trieb so ein bizarres Spiel mit Ihnen? Werden sie den Computer wieder zurückbekommen oder ist es nur eine Falle? Oder war es doch nur ein übler Scherz von einem Bekannten? Die Polizei durchleuchtete auf jeden Fall schon das ganze Umfeld von Bo Katzman. Aber bisher leider ohne Ergebnis. Als die beiden Männer dort ankamen, war das Tabourettli jedoch verschlossen. Kein Mensch da. Niemand antwortete auf das Klingen an der Türglocke. Bo suchte nach einem Eingang und fand eine geheime Botschaft hinter einem Briefkasten. Nervös machte er den Umschlag auf. Sein Manager zündete sich rasch eine Zigarette an. Im Brief war zu lesen: "Folgt in drei Stunden den Sonnenstrahlen bis zum Rhein und ihr werdet auf einem Boot den weiteren Hinweis finden. Molly Malone." Wer ist Molly Malone? Auf einem Boot? Hatte doch die Frau von Bo etwas damit zu tun? Wieso diese ganze Geheimniskrämerei? In zwei Stunden würden sie mehr wissen. Sie setzten sich zur Beratung in ein Gartenrestaurant und tranken ein Bier. Plötzlich klingelte das Handy von Bo. War diese komische Molly Mallone dran? Nein, es war ein Reporter des Blicks, welcher die Geschichte auch schon mitbekommen hatte und nun eine grosse Story daraus machen wollte. Bo und seinem Manager war dies nicht recht. Schliesslich möchten sie auf keinen Fall die mögliche Übergabe gefährden. Sie versprachen die Rechte an der Geschichte, wenn der Blick zur Zeit nichts schreiben würde. Der Deal stand, aber die Probleme waren ja noch lange nicht gelöst.
2 Stunden später folgten die beiden Männer etwas nervös den Sonnenstrahlen und fanden sich bei der Rheinbrücke wieder ein. Und was sie da sahen, liess sie den Atem stocken. Sie hatten viel erwartet, aber nun diese Wendung. Gibt es ein Happy End? Wird Bo seinen Computer finden? Wird die neue CD doch noch rechtzeitig erscheinen?
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Bei der mittleren Rheinbrücke angekommen, stockte dem Katzenmann und seinem Manager der Atem. Da stand sie, die 'Rhodan', das neue Schiff von Bo Katzman. Nur, wie war es hier her gekommen? Ausser Bo und seiner Frau hatte niemand einen Schlüssel dazu. Steckte etwa doch Marianne irgendwie in dieser Verschwörung mit drin? Bo konnte sich das kaum vorstellen und sein Manager ebenfalls nicht. Hastig zündete sich Lehmann erneut eine Zigarette an. 'Wenn das so weitergeht, werde ich noch zum Krebskandidaten', schoss es ihm plötzlich durch den Kopf. Also schmiss er die Zigi auf den Boden und machte sie aus. Er musste Vernunft bewahren und durfte sich nicht durch einen Glimmstengel ablenken lassen! Nervös betraten die Männer das Schiff, welches einen ziemlich verlassenen Eindruck machte . Wo und wie würden sie wohl den nächsten Hinweis finden? Das Boot war ja noch neu, also hofften sie, dass es auch weiterhin in diesem Zustand bleiben würde. Nur, wo war der Hinweis? Der Katzenmann kannte sich besser auf seinem Boot aus als sein Manager, also übernahm er die Leaderrolle und begann mit der Durchsuchung der Kabine. Lehmann suchte den Aussenbereich ab, leider erfolglos. Auch Bo konnte nichts entdecken. Niemand war anwesend, auch diese Molly Malone nicht. Wer war sie bloss?
Der kleine Hoffnungsschimmer, den geliebten Mac endlich wieder zu finden, wurde jäh zerschlagen. Wenn Bo und Edgar den versteckten Hinweis nicht fänden, dann würden sie den Computer mit den wertvollen Aufzeichnungen nie mehr sehen. Was sollten sie bloss tun? Bo setzte sich entnervt auf den Stuhl auf seinem Schiff und suchte in der Bar nach einem Bowmore. Im Eisfach holte er sich ein paar Einswürfel, doch als er den Whiskey ins Glas einschenken wollte, da stutzte er. Was war denn los? Wieso kam nichts von diesem edlen Tropfen raus? Behende nahm sein Freund Edgar die Falsche in die Hände und bemerkte sofort, dass die Flasche leer war und dass anstelle des teuren Getränks ein Zettel in der Flasche steckte. War das der versteckte Hinweis? Nervös und ungeduldig zerschlugen die Männer die Flasche auf dem Aussendeck. Da, tatsächlich, auf dem Zettel befand sich ein weiterer Hinweis: 'Geht zum McDonald's in der Greifengasse 15 und bestellt ein grosses Big Mac-Menü'. Was sollte das bloss wieder bedeuten? Hunger hatten sie weiss Gott keinen, was sollten sie also bei dieser amerikanischen Fastfood-Kette? Hatten sie überhaupt eine andere Wahl, als sich diesen Hinweisen hinzugeben?
Widerwillig machten sich die zwei Männer auf in die Greifengasse. Sie wunderten sich, wie wohl dieses komische Spiel weitergehen soll. Langsam sollten sie ein paar greifbarere Hinweise bekommen. In einem McDonald's essen zu gehen, das entsprach nicht gerade ihrem 'Standard' und ihren Vorstellungen. Trotzdem, sie machten gute Miene zum bösen Spiel! Da plötzlich, auf dem Weg zum Restaurant hörte der Katzenmann ein 'pssstt' hinter einem der Hausecken hervor. War er damit gemeint? Wollte ihm jemand was mitteilen? Schnell stupfte er seinen Manager an und sie bogen um die Ecke. Da stand ein Mann vor ihnen, in Anzug und Krawatte gekleidet und machte einen sehr seriösen Eindruck auf Bo und Edgar. War er der Ueberbringer einer weiteren Information? Könnte er die Männer vielleicht sogar zum geheimen Versteck der PC-Räuber führen? War dieser Mann der Schlüssel zum bizarren Spiel?
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Der elegant gekleidete Mann entpuppte sich nicht etwa als Informant, sondern als getarnter Blick-Reporter. Er konnte es nicht lassen und den Chorleiter nach dem Stand der Dinge zu fragen. 'No comment' war die kurze Antwort des Katzenmannes, denn man hatte ja ausgemacht, dass Blick die Exklusivrechte bekäme, wenn der Computer endlich wieder gefunden wurde. Also machten sich Edgar und Bo auf zu dieser Mc Donald's Filiale in der Greifengasse. Wie angewiesen bestellten die Männer zwei grosse Big Mac Menüs, welche sie an einem Tischchen vor dem Mc Donald's zu essen begannen. Herzhaft biss der Manager in seinen Big Mac, doch irgendwie schmeckte der Hamburger komisch. Da, in der Mitte des Burgers entdeckte er einen Zettel - war das die weitere Botschaft? Nervös faltete er den Zettel auf und las 'Finde die Parallelen und finde den Computer!'. Nur, was waren für Parallelen gemeint?
Die Männer begannen zu überlegen. Die erste Parallele könnte zwischen MacIntosh und McDonald's sein, beide werden im Volksmund und Kurzform als 'Mac' bezeichnet. Nur, was sollten sie mit diesem Vergleich anfangen? Der Mac des Katzenmannes konnte ja schwerlich im Mc Restaurant versteckt sein. Also, was sollte dieser komische Hinweis?! Da, in der Pommes Frites Box von Bo war ebenfalls ein Zettel - etwa noch eine Botschaft? Dieser Hinweis schien schon etwas konkreter: 'Lauft die Greifengasse hoch über den Claraplatz bis zum Claragraben. Biegt dort nach rechts und ihr werdet nach 100 Metern eine weitere Parallele finden'. Hastig räumten sie den Abfall weg und machten sich auf den Weg zum Claragraen. Der Manager zündete erneut eine Zigarette an und fuhr sich nervös durchs Haar.
Da standen sie nun also - genau vor dem Gebäude der Basler Verkehrsbetriebe BVB. Nur, was sollten sie hier? Weder Bo noch Edgar wollten mit dem 'Trämmli' fahren und wussten nicht, wie's nun weitergehen sollten. Nirgends konnten sie einen weiteren Hinweis entdecken. Der Katzenmann suchte und suchte und fand nichts. Auch sein Manager hatte keine Idee, was dies alles sollte und konnte auch keine Parallelen ausmachen! Was sollte es denn zu den BVB für Parallelen geben? Langsam wurde Lehmann das Spiel zu bunt und der Tag neigte sich dem Abend entgegen. Entnervt machten sich die Männer auf den Heimweg in der Hoffnung, die Polizei hätte zwischenzeitlich ein paar brauchbare Hinweise gefunden.
Zu Hause angekommen war die Bilanz ernüchternd. Weder die Polizei konnte weiterhelfen noch waren irgendwelche Hinweise bei einem der Männer eingegangen. Sie standen also nach wie vor vor dem Nichts - vor einem grossen Scherbenhaufen, den sie je länger je weniger bezwingen konnten! Die Zeit drängte... noch 3 Tage bis zu den geplanten ersten Aufnahmen im Tonstudio und weit und breit kein Anzeichen von Bo's geliebtem MacIntosh. Werden die Aufnahmen in 3 Tagen beginnen können? Gibt es endlich eine Wende in diesem Fall? Ist ein Happy-End in Aussicht?
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Zu Hause setzten sich der Katzenmann und der Manager erneut zusammen hin und überlegten bei einem Glas kalifornischem Zinfandel, wie es wohl weiter gehen sollte. Da kamen Edgar plötzlich die möglichen Parallelen in den Sinn. Wie vom Blitz getroffen starrte er zu seinem Freund. 'Bo, ich glaub, ich hab des Rätsels Lösung' meinte er ganz aufgeregt! 'Parallele zur Greifengasse ist doch der Greifensee und zu den BVB wohl die VBZ!'. Sofort hatte auch der Katzenmann kombiniert, was diese zwei Orte wohl bedeuteten: die Spur führte eindeutig zur Fanclub-Chefin Stefanie! Was hatte sie damit zu tun? Da der Kontakt zwischen dem Manager und der Fanclub-Chefin fast ausschliesslich auf Emails basierte, hatte keiner der Männer die Telefonnummer zur Hand. Ueber die Auskunft konnte die Nummer schnell ermittelt werden, aber bei Stefanie war niemand zu Hause.
Also setzten sie sich Bo und Edgar am anderen Morgen spontan ins Auto und brausten ins Zürcher Oberland. In Greifensee angekommen, klingelten sie bei der Wohnung der Clubleiterin, welche prompt die Türe öffnete. Etwas verdutzt schaute sie die Männer an, denn mit so einem schnellen Auftauchen hatte sie doch nicht gerechnet. Zu dritt setzten sie sich im Wohnzimmer an den Tisch und Edgar und Bo bombardierten Stefanie mit Fragen zu den Geschehnissen der letzten Tage. Leider konnte sie den Männern auch nicht helfen, ausser dass sie zwei Tage zuvor ebenfalls eine komische Mitteilung erhalten hatte. Darin hiess es nur, dass der Katzenmann und sein Manager in ein paar Tagen ihr einen Besuch abstatten würden und dass sie den Männern die Mittelung 'Geht in einem Tag ins Tonstudio, dort erwartet euch eine Ueberraschung'. übermitteln sollte. Das hatte Stefanie nun also getan. Etwas verdutzt waren die Männer schon, aber da sie schon mal bei der Clubchefin zu Hause waren, wollte man doch noch gemeinsam ein Mittagessen in der Schifflände in Maur geniessen. Die Clubchefin war so freundlich und lud die zwei Männer dazu ein.
Am anderen Tag sollte Bo also im Tonstudio erscheinen - welche Ueberraschung würde wohl auf ihn warten? Es war ein wunderschöner Tag, den Bo und Edgar zusammen mit der Fanclub-Chefin am Greifensee verbrachten. Viel ausrichten konnte man ja eh nicht mehr, denn man musste den morgigen Tag abwarten und schauen, welche Ueberraschung wohl im Tonstudio auf Bo warten würde. Also genoss man das schöne Wetter und ging am Greifensee spazieren. Natürlich waren alle drei auf den morgigen Tag gespannt und in erster Linie konnte sich keiner der drei vorstellen, wer wohl hinter der Entwendung des MacIntoshs des Kateznmannes stehen konnte. Falls der Computer aber bald wieder zum Vorschein kam, dann wären alle ziemlich beruhigt. Nach einem schönen und entspannenden Tag am Greifensee machten sich Bo und Edgar wieder auf nach Hause und am darauffolgenden Tag erschien Bo gut gelaunt im abgemachten Aufnahmestudio.
Als er dort ins Studio 1 kam, da war nicht nur sein Aufnahmeleiter Etienne anwesend, nein auch sein MacIntosh war schon aufgebaut und angeschlossen, die Aufnahmen konnten also beginnen. Bo traute seinen Augen nicht. Wie war der Mac bloss hier her gekommen? Natürlich konnte ihm auch Eitenne darauf keine Antwort geben, der gar nichts von der ganzen Aufregung mitbekommen hatte. Sofort überprüfte der Katzenmann, ob noch alles vorhanden war und zu seiner grossen Freude war alles noch in 1A Qualität auf der Festplatte gespeichert und der Computer-Dieb hatte sogar noch das letzte noch nicht ganz abgeschlossene Lied zu Ende komponiert. Ueberglücklich meldete man der Polizei, dass der MacIntosh wieder aufgetaucht sei und der Fall wurde ad akta gelegt.
Die CD konnte also doch noch rechtzeitig produziert werden. Wer den Computer entwendet hatte, konnte leider nicht ermittelt werden, aber es musste wohl ein grosses Schlitzohr gewesen sein, denn das Spiel, das die Person mit Bo und seinen Freunden trieb, das war schon sehr bizarr. Da jedoch niemand zu wirklichem Schaden kam, sah man von einer Anzeige gegen Unbekannt ab. Zwei Tage nach Beendigung der ersten Aufnahmesession fand der Katzenmann bei sich in der Post ein Paket ohne Absender. Etwas stutzig öffnete er das Paket und fand darin zu seiner Freude einen Ersatz für das zu Bruch gegangene Porzellan, das ihm ein paar Tage zuvor an den Kopf geworfen wurde und eine Flasche 'Bowmore' 15 years old'. Damit war der Fall wohl endgültig abgeschlossen, denn nun war alles wieder da: das zerbrochene Geschirr, der Whiskey und in erster Linie natürlich der geliebte MacIntosh von Bo. Zwei Tage später erschien die Geschichte exklusiv im Blick und die ganze Schweiz nahm am Schicksal des Chorleiters teil. Durch diesen zusätzlichen PR-Auftritt wurde das Interesse am Katzenmann immer grösser und die Tickets für seine neue geplante Tour würden wohl in Windeseile verkauft werden. Ende gut, alles gut!